GERSTEL Newsarchiv

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20. April 2010

Ministerin Thoben besucht starken Mittelständler in Mülheim an der Ruhr

Energieeffizienz ist für GERSTEL Unternehmenstradition. Bei ihrem Besuch am 12. April 2010 würdigte die Ministerin Innovationskraft und Umweltbewusstsein des Unternehmens.

Vorbildcharakter attestierte Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, beim Besuch der GERSTEL GmbH & Co. KG in Mülheim an der Ruhr. „Die GERSTEL GmbH & Co. KG ist prototypisch für den erfolgreichen Mittelstand in Nordrhein-Westfalen. Der Weg von der ersten Produktionsstätte 1967 in einer Garage an der Talstraße hier in Mülheim an der Ruhr bis zur energieeffizienten Firmenzentrale, die Planungssicherheit für das nächste Jahrzehnt bietet, ist Ausdruck von Innovationskraft, ökonomischem Geschick und unternehmerischer Verantwortung“, erklärte Ministerin Thoben. Beraten von der EnergieAgentur.NRW hatte Gerstel 2007 eine neue Firmenzentrale gebaut, wobei das in Mülheim an der Ruhr ansässige Unternehmen wirtschaftliche und ökologische Aspekte in Einklang brachte und energetisch alle Register zog. Nachahmenswert, befand die EnergieAgentur.NRW und kürte das Gebäude zum energieeffizienten „Projekt des Monats“.

Die GERSTEL GmbH & Co. KG ist ein Familienunternehmen mit 120 Mitarbeitern und hat sich in den vergangenen 42 Jahren auf die Entwicklung und Produktion von Systemen zur instrumentellen chemischen Analyse mit den Schwerpunkten automatisierte Probenvorbereitung für die Gas- und Flüssigchromatographie spezialisiert; beide Analyseverfahren zählen zu den wichtigsten analytischen Trenntechniken.

Das Unternehmen belege durch seinen wirtschaftlichen Erfolg, dass mittelständische Strukturen verbunden mit familiären Traditionen im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig sind. „Gleichzeitig hat die Unternehmensführung mit ihrer konsequenten Optimierung der Energieeffizienz eine Innovationskraft dokumentiert, die dem Unternehmen die Zukunftsfähigkeit zu sichern hilft und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt beisteuert“, sagte die Ministerin. Energieeffizienz bei Gerstel reduziere nicht bloß die Umweltbelastung, sie senke gleichermaßen den Kostendruck durch steigende Energiepreise und zahle sich deshalb betriebswirtschaftlich aus, schildert die Ministerin.

Als GERSTEL seine neue Firmenzentrale mit innovativer Energieversorgung plante, stand die EnergieAgentur.NRW dem Unternehmen beratend zur Seite. „Kern der Energieversorgung ist eine elektrische Wärmepumpe mit einer Heizleistung von 85 Kilowatt. Als Wärmequelle wird über 14 Sonden, die 130 Meter in die Tiefe getrieben wurden, Erdwärme genutzt“, erläutert Dipl.-Ing. Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Als Ergebnis sorgt die Erde an kalten Wintertagen nicht nur für die Wärme, sie ist im Sommer zusätzlich für die Kühlung des Gebäudes aus regenerativer Quelle zuständig. Dabei wird das Heizwasser der Fußbodenheizung unter Umgehung der Wärmepumpe über die Sonde in die Erde geleitet und dort abgekühlt. Schneider: „Um 20 Kilowattstunden Kälte zu erzeugen, muss nur 1 kWh Strom für die Pumpe aufgewendet werden.“ Auf diese Weise werde im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen eine Reduzierung der CO2-Emissionen um rund 41 Tonnen pro Jahr erreicht, rechnet der Ingenieur von der EnergieAgentur.NRW vor.

Mit der neuen Firmenzentrale unterstreicht das Mülheimer Unternehmen sein Engagement in Sachen praktischer Umweltschutz. „Umweltpolitische Aspekte haben ihren festen Platz im Managementprozess“, betonen die geschäftsführenden Gesellschafter Holger Gerstel und Eberhard G. Gerstel unisono. Ökologische Verantwortung spiegle sich auch in den Produkten wider, die u.a. helfen, Schadstoffe in der Umwelt nachzuweisen, ohne sie gleichzeitig durch gesundheitsschädliche Lösemittel zu belasten, die üblicherweise in der chemischen Analytik zum Einsatz kommen. Holger Gerstel: „Wir produzieren unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten, stets bemüht, ein Schwergewicht zu legen auf den Schutz und den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.“
Das Land Nordrhein-Westfalen orientiert sich mit seiner Energie- und Klimaschutz-Strategie am Prinzip der Nachhaltigkeit. Das Land richtet deshalb seine Politik an den Zielen der Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und am Umweltschutz aus. Dazu soll der Verbrauch von Energie reduziert und der Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung gesteigert werden.