GERSTEL Anwenderseminare 2015
Anwenderseminare 2015 Karte
Teilnehmer, Referenten und Ausrichter des GERSTEL-Anwenderseminars…
…in Wien am 14. April 2015
…in München am 16. April 2015
…in Hamburg am 21. April 2015
…in Berlin am 22. April 2015
…in Hannover am 23. April 2015
…in Bern am 5. Mai 2015
…in Olten am 6. Mai 2015
…in Karlsruhe am 7. Mai 2015

GERSTEL-Anwenderseminar-Tour 2015

Kundennutzen im Fokus

Der Diskurs mit Kolleginnen und Kollegen aus fremden Laboratorien bietet die Chance, den Blick über den eigenen Laborbereich hinausschweifen zu lassen und die Laborpraxis aus anderer Perspektive zu betrachten. Ein Forum für den sinnstiftenden Wissenstransfer bilden die alle zwei Jahre turnusmäßig stattfindenden GERSTEL-Anwenderseminare, die das Unternehmen im Frühjahr 2015 zum sechsten Mal seit 2005 durchgeführt hat. Als Referenten eingeladen hatte das Unternehmen erneut zahlreiche Experten aus der Praxis, die unterhaltsam und versiert über den Einsatz von GERSTEL-Geräten und -Systemen im Kontext ihrer Applikationen berichteten.

Wieder einmal ist es GERSTEL-Vertriebsleiter Michael Gröger und seinem Team gelungen, ein interessantes und abwechslungsreiches Programm gemeinsam mit Anwendern für Anwender auf die Beine zu stellen. Nochmals einen ganz herzlichen Dank an alle Referenten für die großartige Unterstützung, die maßgeblich zum Erfolg unserer Anwenderseminar-Tour 2015 beigetragen hat.

Lebensmittel- und Umweltanalytik

Als Referent gewinnen konnten wir Hannes Boysen von der Eurofins Analytik GmbH in Hamburg mit dem Thema Automatisierte Probenvorbereitung von Fettsäuremethylestern (FSME) und Cholesterin in Lebensmitteln. Dr. Stefanie Ronczka vom Landeslabor Berlin-Brandenburg in Potsdam lenkte in ihrem Vortrag die Aufmerksamkeit der Seminarteilnehmer auf die GERSTEL-MPS-WorkStation als Pipettieroboter zur automatisierten Festphasenextraktion in der Pestizidanalytik. Dr. Harald Creutznacher und Isabel Pickert von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz des Landes Baden-Württemberg in Karlsruhe beleuchteten die in der Analyse von Pestiziden weitverbreitete QuEChERS-Methode im Vergleich mit etablierten Methoden zur Bestimmung des PAK-Gehalts in Immissionsproben. Die Anwendungen der HS-(SPME)-GC/MS-Analyse in der Kaffee-Forschung war das Thema von Dr. Alexia N. Glöss von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil, und mit flüchtigen Schwefelkomponenten in Schweizer Käse befasste sich Dr. Katharina Breme von der Forschungsanstalt Agroscope im schweizerischen Bern. Was es mit Perchlorat und Chlorat in pflanzlichen Produkten, deren Analytik und Ursachen auf sich hat, darüber referierte Dr. Thomas G. Nagel vom Landwirtschaftlichen Technologie Zentrum Augustenberg in Karlsruhe.

Aroma- und Duftstoffanalytik

Dem heiligen Rauch auf der Spur kam Johannes Niebler vom Lehrstuhl für Lebensmittelanalytik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wobei sich sein Vortrag auf die Analyse der potenten Geruchsstoffe von Weihrauchharz und -pyrolysat fokussierte. Wie sich der MPS als Mischstation zur Herstellung von Kalibrierlösungen, Testgemischen und komplexen Aromen einsetzen lässt, berichtete Lars Grohmann von der Symrise AG in Holzminden. Thomas Albinus, Applikationsexperte von GERSTEL, präsentierte die neue Multi-Volatile-Methode (MVM), eine sequenzielle dynamische Dampfraum-Probenahme für die Aroma- und Duftstoffanalytik. Mit einer ganz anderen Art flüchtiger, geruchsintensiver Verbindungen beschäftigte sich das Referat Probenahme luftgetragener Schadstoffe mit Tenax-Röhrchen bei Feuerwehreinsätzen von Harald Fischer vom Institut Dr. Lörcher in Ludwigsburg.

Materialanalytik

Dr. Alexander Standler von der Borealis Polyolefine GmbH im österreichischen Linz beleuchtete die Automatisierung der Bestimmung schwerflüchtiger Substanzen in Polyolefinen mittels HT-GC-MS. Mit der Bewertung von Druckfarben und Aufklebern auf pharmazeutischen und Lebensmittelverpackungen befasste sich Dr. Armin Hauk von der Intertek AG in Basel, Schweiz. Marie-Christin Bock von der Volkswagen AG in Wolfsburg verglich in ihrem Vortrag verschiedene Methoden zur Emissionsprüfung von Bauteilen. Über die Anwendung von Pyrolyse-GC/MS im Bereich der Produktsicherheit berichtete Dr. Christoph Hutzler vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin. Zugegebenermaßen erwies sich der Aspekt „Materialanalytik“ als gewichtig. Neben Dr. Ingo Mayer von der Berner Fachhochschule in schweizerischen Biel beschäftigte sich auch Dr. Eike Kleine-Benne aus der GERSTEL-Entwicklungsabteilung mit Optionen für die Bestimmung von Materialemissionen – direkte thermische Extraktion und „Micro Scale“-Prüfkammer. Was es mit der Bestimmung des Ethanolgehalts aus Evaporaten von Tanksystemen auf sich hat, dieser Frage widmeten sich Florian Lorenz und Alexander Wollgarten von der Kautex Textron GmbH & Co. KG in Bonn.

Forensische Toxikologie

Über die Automatisierte Aufarbeitung zur Bestimmung von THC in Haaren mittels GERSTEL-MultiPurposeSampler (MPS) und GC/MS berichteten Sonja Heinl vom Institut Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Gießen und Marburg GmbH und Dr. Oliver Lerch, Applikationsexperte von GERSTEL.

Metabolomics

Dr. Katja Dettmer-Wilde vom Institut für Funktionelle Genomik der Universität Regensburg beschäftigte sich mit der Frage, was die GC/MS in der Metabolomik leisten kann

Nachwuchsförderung

… und wie es ist, von der Schulbank zur Schülergenossenschaft aufzusteigen, thematisierten Steffen Fiorenza und Fabian Krause von der RuhrChemAlytic eSG, einer Schülerfirma der TBS1 in Bochum, in ihrem Vortrag Neue Wege der laborpraktischen Chemieausbildung.

Technische Neuheiten

Auch das durfte nicht fehlen: Über neueste Entwicklungen in der automatisierten Probenvorbereitung in der LC/MS berichtete Franziska Chmelka beziehungsweise Dr. Norbert Helle von der TeLA GmbH aus Geestland bei Bremerhaven. Über die Non-Target-Analytik mittels GC-TOF-MS/FID referierte Torsten Tonak von der SQTS Swiss Quality Testing Services in Dietikon, einem Bezirk im Westen des Kantons Zürich in der Schweiz. Und wie sie die Effizienz der GC/QTOF-Technologie durch Einsatz von GERSTEL-Modulen steigern können, darüber informierte unter anderem GERSTEL-Applikationsexperte Carlos Gil die Teilnehmer der diesjährigen GERSTEL-Anwenderseminar-Tour. Die nächsten, so viel sein an dieser Stelle verraten, ist für 2017 anberaumt, das Jahr, in dem GERSTEL sein 50. Firmenjubiläum feiert. Termin und weitere Details zur kommenden Anwenderseminar-Tour 2017 werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

... und in Mülheim an der Ruhr am 20. Mai 2015