Prof. Engewald erinnert an die Auslobung des Eberhard-Gerstel-Preises anlässlich des 40. Firmenjubiläums im Jahr 2007

In ihrem Fachvortrag erläutert Andrea Beutner die Hintergründe ihrer mit dem Eberhard-Gerstel-Preis gekrönten Arbeit.

Die Trägerin des Eberhard-Gerstel-Preises des Jahres 2016 am Messestand in München umrahmt von GERSTEL-Mitabeitern.

Andrea Beutner mit dem Eberhard-Gerstel-Preis 2016 ausgezeichnet

Auf der analytica Conference 2016 in München wurde am 10. Mai im Rahmen der vom GDCh-Arbeitskreis Separation Science gestalteten Sektion „Separation Techniques: How many dimensions are enough?“ zum vierten Mal der Eberhard-Gerstel-Preis für eine herausragende Publikation auf dem Gebiet der Analytischen Trenntechniken verliehen. Der nach dem Firmengründer Eberhard Gerstel Senior benannte und von GERSTEL gesponserte Preis wird vom Arbeitskreis Separation Science alle zwei Jahre vergeben.

Aus mehreren erstklassigen Bewerbungen wählte die neunköpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Werner Engewald die von Andrea Beutner als Erstautorin eingereichte Publikation [1] für den Preis aus. Der Preis wurde gemeinsam vom Vorsitzenden des Arbeitskreises Dr. Martin Vogel sowie den GERSTEL-Geschäftsführern Holger Gerstel und Eberhard G. Gerstel verliehen.

Die Preisträgerin Andrea Beutner hat an der Universität Regensburg ein Bachelor- und Masterstudium in Chemie absolviert; ein Semester verbrachte Andrea Beutner an der University of Aberdeen in Schottland. Im Vorjahr erhielt sie den Masterpreis der Fachgruppe Analytische Chemie. Seit November 2014 arbeitete Andrea Beutner an ihrer Promotion bei Prof. Frank-Michael Matysik im Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik über zweidimensionale Trennungen ionischer Spezies.

Im zweiten Jahr ihrer Promotion hatte Andrea Beutner bereits fünf wissenschaftliche Publikationen und Patente vorzuweisen, davon drei unter Erstautorschaft.

In der mit dem Eberhard-Gerstel-Preis gekrönten Arbeit wird eine instrumentelle Innovation vorgestellt, die zwei orthogonale Trennmethoden zur Ionentrennung – Ionenchromatographie (IC) und Kapillarelektrophorese (CE) – zu einem zweidimensionalen Trennsystem zusammenführt.

Voraussetzungen für diese Entwicklung waren die instrumentelle Realisierung von sehr schnellen CE-Trennungen (als zweiter Trenndimension) sowie die Annäherung der Volumengeschwindigkeit der ionenchromatographischen Trennung an CE-Verhältnisse, was durch den Einsatz der Kapillar-IC (als erster Trenndimension) gelang. Das 2DTrennsystem wurde an ein Flugzeit-Massenspektrometer gekoppelt.

Im Zuge Ihres Vortrags stellte die Preisträgerin den entwickelten Modulator vor und demonstrierte anhand der Trennung eines Modellgemisches aus Nucleotiden und cyclischen Nucleotiden die Funktionstüchtigkeit und Leistungsfähigkeit dieser Kopplung.

Quelle

[1] Andrea Beutner, Sven Kochmann, Jonas Josef Peter Mark und Frank-Michael Matysik, Two-Dimensional Separation of Ionic Species by Hyphenation of Capillary Ion Chromatography × Capillary Electrophoresis-Mass Spectrometry, Analytical Chemistry 87 (2015) 3134-3138

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