quickMix ist eine Produktneuheit, die GERSTEL auf der analytica 2016 einem größeren Fachpublikum vorstellt. Das neue Modul für den MultiPurposeSampler (MPS) sorgt für eine bislang nicht erreichte ideale Durchmischung selbst von Öl-Wasser-Gemischen.

GERSTEL-quickMix

Perfekt aufgemischt

Um möglichst präzise Aussagen treffen zu können, ist vor der Analyse aliquoter Teilmengen eine ideale Durchmischung der Probe zu gewährleisten. Eine zumindest kurzzeitige Vermengung beziehungsweise Homogenisierung auch nicht oder nur schlecht miteinander mischbarer Phasen kann dafür vonnöten sein. Der Markt bietet hierfür unterschiedliche Mischsysteme sowohl für die manuelle Handhabung als auch für Einbindung in automatisierte Probenvorbereitungssysteme an. Welches aber liefert die besten Resultate? GERSTEL Aktuell sprach mit Bernd Rose, Leiter der mechanischen Entwicklung und des Prototyping bei GERSTEL über die hohe Kunst des Mischens.

GERSTEL Aktuell: Worin liegen die Unterschiede der verschiedenen analytisch relevanten Mischsysteme?

Bernd Rose: Ein klassischer Agitator oder ein herkömmliches Rührwerk verursachen in der Regel eine axiale Drehbewegung der Flüssigkeit im Probenvial. Die Flüssigkeitssäule rotiert um eine Längsachse, was eine geringe Durchmischung des Vialinhalts zwischen, vereinfacht gesagt, oben und unten bewirkt.

GERSTEL Aktuell: Wie lässt sich das verbessern?

Bernd Rose: Wird zusätzlich zur axialen Drehbewegung die Drehachse gekippt, führt das zu einer kegelförmigen Auslenkung des Vials. Der untere Vialinhalt erfährt eine größere Auslenkung als der obere. Der Durchmischungsrad ist damit deutlich größer.

GERSTEL Aktuell: Lässt sich der Durchmischungsgrad weiter steigern?

Bernd Rose: Durchaus, wenn es gelingt, die Flüssigkeit in vertikaler Richtung, also von oben nach unten beziehungsweise umgekehrt, zu bewegen. Eben das gelingt mit quickMix.

GERSTEL Aktuell: Was gibt es zum quickMix zu sagen?

Bernd Rose: quickMix ist eine optionale Erweiterung des GERSTEL-MPS, die extrem schnelles und effizientes Mischen und Extrahieren einer Probe als Teil der automatisierten Probenvorbereitung ermöglicht. Die Mischstärke ist vergleichbar mit der eines Vortex-Mixers, und das Ergebnis der Durchmischung ist sehr überzeugend: Mit quickMix lässt sich selbst Öl mit Wasser innerhalb von Sekunden emulgieren.

GERSTEL Aktuell: Wie ist die technische Ausstattung von quickMix?

Bernd Rose: Geschüttelt wird die Probe in speziellen Trays, die, je nach Größe der Probenfläschchen, bis zu sechs Vials gleichzeitig aufnehmen können. Verfügbar sind Trays für 2-, 4-, 10- und 20-mL-Vials. Falls erforderlich, lässt sich quickMix auch mit einem heizbaren Tray kombinieren. Die Handhabung ist, wie bei allen MPS-Optionen, denkbar einfach: Alle Probenvorbereitungsschritte lassen sich mit wenigen Mausklicks in der MAESTRO-Software einstellen.

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