Das GERSTEL-Portfolio umfasst eine Reihe von Kühlsystemen, die unterschiedlichen Ansprüchen und Anforderungen genügen.

Kühloptionen

Eiskalte Analytik

Wer das KaltAufgabeSystem (KAS) sowie die verschiedenen GERSTEL-Thermodesorptionslösungen (TDU/TDS) und -Kühlfallen (CTS 1/CTS 2) betreibt, benötigt ein passendes Kühlsystem, um u. a. Zielanalyten fokussieren und temperaturprogrammiert auf die Trennsäule zu geben sowie überschüssiges Lösemittel entfernen zu können. GERSTEL Aktuell stellt Ihnen die verfügbaren Kühloptionen in aller Kürze vor.

Flüssigstickstoff (LN2)

Das Universalkühlmittel für alle Anwendungen - mit minimalem Aufwand bei der Methodenentwicklung. Bis minus 180 °C lassen sich mit tiefkaltem flüssigen Stickstoff erreichen. In der Praxis werden nahezu sämtliche in einer Probe enthaltenen flüchtigen Verbindungen bei bis zu minus 150 °C ausgefroren und können anschließend diskriminierungsfrei auf den GC überführt werden. Wer auf eine LN2-basierte Kühllösung setzt, braucht gewisse logistische Voraussetzungen, um die Versorgung sicherzustellen. Abgefüllt wird Flüssigstickstoff in Thermobehältern (Dewar), die in unterschiedlichen Größen (50, 100 und 200 L) verfügbar sind. Ein Dewar wird in unmittelbarer Nähe des zu kühlenden Geräts aufgestellt; durch die Erweiterung mit einem T-Anschlussstück lassen sich auch mehrere Endgeräte mit Stickstoff kühlen. Der Umgang mit tiefkaltem Flüssigstickstoff erfordert die Einhaltung besonderer Sicherheitsmaßnahmen.

Kohlendioxid (CO2)

In Druckgasflaschen gelagertes Pendant zum Trockeneis. Die CO2-Kühloption wird in der Regel zum Kühlen eines KAS eingesetzt. Erzielen lassen sich damit Temperaturen von minus 70 °C. Geliefert wird das Kühlmittel in Druckgasflaschen mit Steigrohr, die in unmittelbarer Nähe zum Gerät, in das das Kühlmittel eingespeist wird, und zuverlässig gegen Umfallen gesichert, gelagert wird. Zum Betrieb bedarf es eines passgenauen Anschlussstücks. Auch für die Handhabung von CO2 gelten spezielle Arbeitsschutzrichtlinien.

Universelle Peltier-Kühlung (UPC Plus)

Strom betriebenes Modul, enthält als Kühlmedium eine Ethanol-Wasser-Mischung. Die UPC Plus erlaubt die Kühlung eines KAS, eines TDU, eines TDS, einer DHS-Option, des MPS-Cooled Agitators sowie von MPS-Probentrays und zwar im kontinuierlichen Betrieb, da das Kühlmittel im Kreislauf geführt wird. Der Versorgungs- und Wartungsaufwand ist gering, das Gerät im Betrieb sehr leise. Erreichen lassen sich plus 10 °C. Geliefert wird die UPC Plus mit einer speziellen Montageplatte, die platzsparend seitlich am GC montiert wird.

Neue Kryostatenkühlung (CCD 2)

Mit dem neuen GERSTEL-CCD 2 lassen sich das KAS, die TDU und das TDS effizient kühlen und zwar im Dauerbetrieb, für das KAS bis zu minus 40 °C. Die CCD 2, bestehend aus Zweikanal-Kryostatenkühlung (GERSTEL) und Kühleinheit (Huber Eintauchkühler TC100), ermöglicht eine schnelle und unabhängige Reduktion der Temperatur von bis zu zwei Systemen parallel. Die CCD 2 ist ein perfekter Ersatz für kryogenes Kühlen, wenn etwa moderate Trap-Temperaturen oder eine KAS-Trap mit Adsorbensunterstützung erforderlich sind. Eingestellt werden die Zieltemperaturen im Rahmen der Methodenerstellung einfach per Mausklick in der MAESTRO-Software. Die aktuelle Kühltemperatur hat der Anwender stets im Blick.

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