Aufbau der Atmosphäre

Als Erdatmosphäre bezeichnet man die Gashülle unseres Planeten. Die Bezeichnung „Sphäre“ ist griechischen Ursprungs und lässt sich mit „Hülle“ oder „Ball“ übersetzen. Die Erdatmosphäre setzt sich aus mehreren Sphären zusammen, die sich unter anderem in Dichte, Druck und Temperatur grundlegend voneinander unterscheiden. In der bodennahen Troposphäre, die rund drei Viertel der Luftmasse und fast den gesamten Wasserdampf enthält, laufen alle wetterrelevanten Phänomene wie Wind und Wolkenbildung ab. Die Temperatur sinkt mit steigender Höhe; sie liegt an der höchsten Stelle der Troposphäre bei minus 60 °C. Der Übergang von der Troposphäre in die Stratosphäre wird als Tropopause bezeichnet. Für Atmosphärenphysiker ist dieser Bereich von großem Interesse, da noch nicht vollständig aufgeklärt ist, wie der Übergang von biogenen oder anthropogenen Emissionen von der Troposphäre in die darüberliegenden Schichten erfolgt. Besonderes Merkmal der Stratosphäre ist der deutliche Anstieg der Ozonkonzentration, deren Maximum in einer Höhe von etwa 30 Kilometern erreicht ist. Da Ozon für uns schädliches kurzwelliges Sonnenlicht absorbiert, ist die Temperaturverteilung der Stratosphäre nicht homogen. In unteren Bereich gleicht sie in etwa jener der Troposphäre, im oberen Bereich aber steigt sie aufgrund der Aufnahme von Sonnenenergie auf etwa 0 °C an.