(von links): Eberhard G. Gerstel, Klaus Bischoff und Dr. Stefan Ohla anlässlich der Verleihung des Eberhard-Gerstel-Preises
(von links): Holger Gerstel, Klaus Bischoff und Dr. Steffen Wiese anlässlich der Verleihung des Eberhard-Gerstel-Preises

Eberhard-Gerstel-Preis 2012 vergeben

Mit der Verleihung des Eberhard-Gerstel-Preises für eine herausragende Publikation auf dem Gebiet der analytischen Trenntechniken startete auf der diesjährigen Analytica 2012 die Session „Advances and Challenges in Separation Science“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Der anlässlich des 40. Firmenjubiläums von GERSTEL gestiftete und seit 2010 vom GDCh-Arbeitskreis „Separation Science“ alle zwei Jahre ausgelobte Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der analytischen Trenntechniken wurde in diesem Jahr gleich zwei Wissenschaftlern zugesprochen, namentlich Dr. Stefan Ohla und Dr. Steffen Wiese.

Dr. Stefan Ohla, Universität Leipzig, Institut für Analytische Chemie, für die Entwicklung eines mikrofluidischen Chips, mit dem sowohl die chemische Synthese als auch die nachfolgende chemische Analyse, Trennung und Detektion erfolgen können. Dr. Ohla empfängt den Eberhard-Gerstel-Preis des Jahres 2012 in seiner Funktion als Erstautor der Publikation „Monitoring On-Chip Pictet–Spengler Reactions by Integrated Analytical Separation and Label-Free Time-Resolved Fluorescence“ [Chemistry – A European Journal 4 (2012) 1240-1246].

Dr. Steffen Wiese, Universität Duisburg-Essen, Institut für Energie-und Umwelttechnik e. V., Duisburg, erhält den Eberhard-Gerstel-Preis für seinen Beitrag zur Hochtemperatur-HPLC, speziell zur Entwicklung und Implementierung der Temperatur als Steuerungsparameter in der HPLC. In der Publikation „A general strategy for performing temperature programming in high performance liquid chromatography – Prediction of linear temperature gradients“ [Analytical Chemistry 83 (2011) 2227-2233] wurde das abgeleitete Modell zur Vorhersage linearer Temperaturgradienten bzw. von Retentionszeiten beschrieben, das in späteren Arbeiten verfeinert und erweitert wurde.

Dem international zusammengesetzten hochkarätigen siebenköpfigen Preiskomitee fiel es nicht leicht, einen Preisträger aus den erstklassigen Einsendungen zu ermitteln. Schließlich lagen zwei Kandidaten mit gleicher Punktzahl an der Spitze. Nach Beschluss und Zustimmung der GDCh sowie dem großzügigen Entgegenkommen von Jury und Sponsor wurde der Preis aufgestockt und kurzerhand an beide Finalisten vergeben.