GTFCh-Workshop Duesseldorf GTFCh-Workshop Duesseldorf

Forensische Toxikologie

Unterwegs in postmortaler und Drogenanalytik

Dank der guten Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Toxikologische und Forensische Chemie (GTFCh) ist es GERSTEL gelungen, innovative analytische Lösungen auch für die forensisch-toxikologische Praxis zu entwickeln und im Rahmen turnusmäßiger Workshops der GTFCh erfolgreich einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren.

Alle Jahre wieder im Herbst führt die GTFCh einen internationalen Workshop durch, dessen Ziel es ist, das Wissen ihrer Mitglieder in puncto forensisch-chemischer Praxis zu erweitern und zu vertiefen. Der Workshop bietet auch Geräteherstellern die Möglichkeit, ihre für forensische Toxikologen interessanten Analysenlösungen im Rahmen einer Industrieausstellung sowie im Praxiseinsatz zu präsentieren. 2010 war GERSTEL mit von der Partie. In dem damals von Prof. Thomas Daldrup vom Institut für Rechtsmedizin der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ausgerichteten Workshop konnte das Unternehmen die Effektivität und Wirksamkeit der Stir Bar Sorptive Extraction (SBSE) mit dem GERSTEL-PDMS-Twister unter Beweis stellen: „Die Aufgabe bestand darin“, erklärt Dr. Oliver Lerch, „Drogen- beziehungsweise Arzneimittelwirkstoffe aus postmortalem Gehirngewebe zu screenen, was uns erfolgreich gelang“, schildert der promovierte Chemiker aus der GERSTEL-Applikationsabteilung, unter dessen Federführung in enger Kooperation mit Susanne Sperling aus der Entwicklungsabteilung die grundlegenden methodischen Arbeiten im Labor sowie im Rahmen des Workshops vor Ort aus- und durchgeführt wurden. [1,2]

Wenige Monate später, im Frühjahr 2011, wurde das Unternehmen gebeten, sich auch an dem diesjährigen GTFCh-Workshop in Kiel aktiv zu beteiligen. Die Aufgabe lautete, den Cannabiswirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) sowie dessen Metaboliten aus Serum nach GERSTEL-Manier automatisiert zu bestimmen; der THC-Nachweis ist Teil der täglichen Praxis eines forensisch-toxikologischen Labors. Dr. Oliver Lerch: „In enger Zusammenarbeit mit Dr. Gertrud Rochholz, der Leiterin der forensischen Toxikologie des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Kiel, und ihren Kollegen haben wir eine effiziente GC/MS-Methode entwickelt, deren Probenvorbereitung auf der automatisierten Festphasenextraktion (SPE-Option des MultiPurposeSampler, MPS) sowie der neuen GERSTEL-mVAP-Technik basiert.“ Nach Positionierung der Probe auf einem Probenteller am Autosampler arbeitet das System voll automatisiert, sprich SPE, Eindampfen des Eluats, Wiederaufnahme in Derivatisierungsreagenz und Injektion in die GC/MS werden vom Autosampler durchgeführt.

Die neue GERSTEL-MPS-SPE-mVAP-GC/MS-Methode zum Nachweis von THC und seiner Metaboliten aus Serum erwies sich erfolgreich im Vergleich mit der bestehenden, nach GTFCh-Richtlinien validierten Methode und bietet darüber hinaus weiteres Potenzial: „Derzeit wird daran gearbeitet“, sagt Dr. Oliver Lerch, „die Methode weiter zu verfeinern und für den Routineeinsatz zu validieren. Ebenso wird darüber nachgedacht, weitere forensisch-toxikologische Anwendungen auf das automatisierte MPS-SPE-mVAP-GC/MS-System zu übertragen.“ Über die Ergebnisse könne man sich im forensischtoxikologischen Fachkreis möglicherweise schon im kommenden Jahr unterhalten: Man stehe im Gespräch mit den Veranstaltern über eine erneute Teilnahme des Unternehmens am nächsten GTFCh-Workshop 2013 in München.

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