PCB Strukturformel
Allgemeine Strukturformel der PCBs

Polychlorierte Biphenyle (PCBs)

Bei den PCBs handelt es sind um eine Stoffgruppe schwer abbaubarer chlorierter aromatischer Verbindungen, die sich in 209 Einzelkomponenten, sogenannte Kongenere, unterteilen. Das chemische Grundgerüst der PCBs bilden zwei gegeneinander frei drehbare Phenylringe. Die allgemeine chemische Formel für PCBs lautet C12H(10-n)Cln, wobei n die Anzahl der Chloratome (1-10) angibt. International durchgesetzt hat sich die Nomenklatur der PCBs nach Ballschmiter, nach der alle 209 Kongenere durchnummeriert werden. Die Reihenfolge wird einerseits durch die Anzahl der Chloratome im Molekül, andererseits innerhalb der Gruppe mit gleicher Anzahl Chloratome durch die Stellung der Chloratome festgelegt.

Aufgrund ihrer Resistenz gegenüber photolytischer, biologischer und chemischer Zersetzung sind PCBs und polychlorierte Terphenyle ubiquitär. Sie reichern sich in der Nahrungskette an und können zu erheblichen Gesundheits- und Umweltschäden führen. Im Brandfall können aus polychlorierten Biphenylen und polychlorierten Terphenylen toxische chlorierte Dibenzofurane entstehen. PCBs gehören zur Gruppe der „Persistent Organic Pollutants“ (POPs), die von der Umweltbehörde der Vereinten Nationen als besonders gefährliche Industriechemikalien eingestuft wurden. In der Bundesrepublik Deutschland werden diese Stoffe seit 1983 nicht mehr produziert.

Literatur:

Originaltext der Stockholmer Konvention zum Verbot einer Reihe langlebiger organischer Schadstoffe(22. Mai 2001)